Informationen Früherkennung

Vor- und Nachteile einer Früherkennungsuntersuchung

Warum sollte ich eine Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen?

Das Hauptziel des Screenings (oder auch “präventive Untersuchung” genannt) ist das frühzeitige Erkennen von Erkrankungen, sodass Sie rechtzeitig Vorkehrungs- bzw. Kontrollmaßnahmen treffen können.
Erkrankungen sind in der Regel einfacher zu behandeln, wenn Sie bereits frühzeitig erkannt werden. Bei einem Screening werden Menschen, die noch keine Beschwerden haben, einer Untersuchung unterzogen, um festzustellen ob eventuell eine Erkrankung in einem frühen Stadium vorliegt. Ein gutes Beispiel einer frühzeitigen Erkennung sind die allgemeinen Vorsorgeuntersuchungen für Brustkrebs bei Frauen.
Ab 30 Jahre sollte eine jährliche Untersuchung der Brust vorgenommen werden; ab 50 Jahre sollten Sie alle 2 Jahre eine Mammographie vornehmen lassen. Diese Untersuchungen sind im Allgemeinen bekannt.

Bei einem Ganzkörper-Scan kann ein großer Teil Ihres Körpers betrachtet werden. Während dieser Untersuchung werden standardmäßig die meisten vitalen Organe und Blutgefäße mit Hilfe eines MRTs (Magnetic Resonance Imaging: ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Gewebestrukturen im Körperinneren) kontrolliert, ein Ultraschall des Herzens, Belastungs-EKG (Elektrokardiogramm) und ein Lungenfunktionstest durchgeführt. Auch wenn nicht alles sichtbar gemacht werden kann, haben wir versucht ein so vollständiges Untersuchungsprogramm wie möglich aufzustellen, um ein gutes Bild von den meisten Organen und Blutgefäßen Ihres Körpers zu erhalten.

Mit Hilfe eines MRTs verschafft man sich eine bildliche Übersicht über Schädel und Gehirn, Halsschlagadern, Oberbauch und Unterbauch. Auf diesen Bildern kann man außerdem auch grob die Wirbelsäule, die Hüften und das Becken diagnostizieren. Bei spezifischen Beschwerden der Gelenke und/oder Wirbelsäule empfehlen wir Scans, bei denen man sich speziell auf diese Körperstellen konzentriert. Der Fokus der Magnetresonanztomographie, als Teil des Ganzkörper-Scans, liegt auf den Organen und Schlagadern und nicht auf den Gelenken.

Bei den Körperstellen, die wir mit Hilfe des MRTs untersuchen, gibt es viel zu diagnostizieren. Einige Organe, wie beispielsweise Magen und Darm, sind weniger gut zu sehen. Mehr Informationen über Organe, die weniger spezifisch diagnostiziert werden können, finden Sie unter dem Abschnitt “Zusätzliche Untersuchungen und andere wichtige Informationen“ dieses Informationsblatts.

Da man das Herz mittels MRT nicht gut betrachten kann (für präventive Zwecke), werden ein sogenanntes Ruhe- und Belastungs-EKG und eine Echokardiografie (Ultraschall des Herzens) erstellt. Während dieser Untersuchung werden außerdem die Lungen, mit Hilfe eines Lungenfunktionstests, untersucht.

In bestimmten Kliniken verwendet man während der Untersuchung ein Kontrastmittel, um ein noch deutlicheres Bild zu erhalten. Das Kontrastmittel gelangt, mittels Infusion in Ihrem Arm, in Ihren Körper. Dieses spezielle MRT-Kontrastmittel wird heutzutage oft verwendet. Nebenwirkungen (wie beispielsweise Hautallergien) treten nur selten auf. Schwerwiegende Kontrastmittelallergien treten so gut wie nie auf (ca. 1 : 8.000.000). Beachten Sie dabei, dass man das MRT-Kontrastmittel keinesfalls mit dem gefährlicheren Röntgenkontrastmittel vergleichen kann. Da Kontrastmittel durch die Nieren ausgeschieden werden, setzt man bei ernsten Nierenfunktionsstörungen keine Kontrastmittel ein.

Zusätzliche Untersuchungen und andere wichtige Informationen

CT von Herz und Lungen

Da bei einem CT mit Röntgenstrahlen (auch wenn die Scans mit einer extrem-niedrigen Dosis durchgeführt werden) gearbeitet wird, beschränken wir uns auf die zwei wichtigsten Organe: das Herz und die Lungen. Eine CT-Untersuchung wird nur dann durchgeführt, wenn bestimmte Risikofaktoren auftreten. Bei einem CT des Herzens werden verkalkte Plaques, die für eventuelle Verengungen der Herzkranzgefäße verantwortlich sind, aufgespürt. Diese Untersuchung erhöht, in Kombination mit anderen Risikofaktoren, wie hoher Cholesteringehalt, Übergewicht und ein hoher Blutdruck, das Risiko auf einen Herzinfarkt in den nächsten 5-10 Jahren. Ein CT des Herzens wird bei Menschen, die älter sind als 45 Jahre und bestimmte Risikofaktoren, wie hoher Blutdruck, hoher Cholesteringehalt, Übergewicht und/oder Rauchen, mit sich bringen, durchgeführt.
Die zweite Untersuchung ist ein CT der Lungen. Aktuelle Untersuchungsergebnisse haben gezeigt, dass die Sterberate von starken Rauchern enorm abnimmt, wenn man jährlich eine CT-Untersuchung durchführt. 80% überlebten, anstelle der normalen 20%. Man muss älter sein als 55 Jahre und mehr als 30 Jahre minimal 20 Zigaretten pro Tag geraucht haben. Wenn man mit dem Rauchen aufgehört hat, empfehlen wir einen erneuten Scan nach 15 Jahren durchführen zu lassen. Ein CT der Lungen kann außerdem auch dann durchgeführt werden, wenn man anhaltendende Lungenbeschwerden, wie Husten, Beschwerden der Atemwege, Husten von Blut, eine Erbkrankheit der Lungen hat und/oder wenn man in der Vergangenheit Asbest ausgesetzt war. Wenn man die Kriterien für ein CT der Lungen nicht erfüllt, ist es möglich ein MRT der Lungen durchführen zu lassen.

MRT Lungen

Bei einem Screening der Lungen wird mittels MRT eine Serie aufeinanderfolgender oberflächlicher Bilder der Lungen erstellt. Obwohl die Lungen sehr bewegliche Organe sind, kann der Radiologe mit Hilfe dieser Untersuchungstechnik bestimmte Abweichungen im Lungengewebe, wie beispielsweise Tumore ab einer Größe von 2 cm, konstatieren. Ein großer Vorteil dieser Untersuchung ist, dass keine Röntgenstrahlen freigesetzt werden und diese Untersuchung somit nicht auf eine bestimmte Zielgruppe (älter als 55 Jahre und 30 Jahre Raucher), beschränkt ist. Sehr kleine Tumore (< 2cm) können bei dieser Methode möglicherweise unentdeckt bleiben. Im Zweifelsfall ist es möglich, dass der Arzt dennoch eine CT-Untersuchung empfiehlt. Diese Folgeuntersuchung kann meistens innerhalb von drei Tagen in einer unserer Kliniken realisiert werden. Während dieser Untersuchung wird auch die Aorta (Verzweigung ab dem Herzen) auf ein eventuelles thorakales Aortenaneurysma untersucht werden. Die Schilddrüse kann jedoch nur andeutungsweise diagnostiziert werden.

Untersuchung der Brust

Die Untersuchung der Brust ist standardmäßig kein Teil des Ganzkörper-Scans. Das hat viele Gründe. Zunächst werden Frauen in Deutschland, die älter sind als 30 Jahre, alle 2 Jahre auf Brustkrebs untersucht. Außerdem wird bei einer gründlichen Brustuntersuchung, mittels Mammographie, eine beachtliche Dosis an Röntgenstrahlung verwendet. Die Radiologen, mit denen wir (zusammen)-arbeiten möchten die Röntgenstrahlung, zum Schutz Ihres Körpers, nur so wenig wie möglich einsetzen. Dem gegenüber stehen die spezifischen Untersuchungen im Vergleich zu aktuell angefertigten und früheren Bildern. Eine einmalige Durchführung einer Mammographie wird, für das Stellen einer zuverlässigen Diagnose, als weniger gut befund. Das Brust-MRT war in der letzten Zeit häufiger Thema in den Nachrichten. Jedoch führt die Durchführung eines MRTs der Brüste, ohne weitere Untersuchungen, momentan noch zu, prozentuell gesehen, vielen fehlerhaften Ergebnissen, sodass wir das MRT nicht als eigenständige Untersuchung durchführen möchten. Eine Mammographie in Kombination mit einem Ultraschall der Brust ist und bleibt die zuverlässigste (und kosteneffizienteste) Methode.

Magen und Dickdarm (inkl. Speiseröhre)

Der Magen-/Darmkanal (inkl. Speiseröhre) kann am besten von innen, mit dem sogenannten Endoskop (= einem flexiblen Schlauch mit Kamera) betrachtet werden. Um in diesem Trakt eventuelle Tumore aufspüren zu können, ist eine Magen-Darm-Spiegelung die effizienteste Untersuchungsmethode. Mit dieser Kameratechnik kann man nämlich direkt die Innenseite des Darmes betrachten und gleichzeitig können kleine Gewebestückchen und/oder Polypen, für weitere Untersuchungen, entnommen werden. Diese Untersuchung ist standardmäßig Teil unseres Premium-Programms und wird, je nach Wunsch, unter Narkose durchgeführt. In unserem Laborprogramm befindet sich außerdem eine Untersuchung des Stuhls, bei der man feststellen kann, ob sich Blut im Stuhl befindet. Diese Untersuchung ist etwas weniger zuverlässig, aber eine gute Alternative für Menschen, die keine Magen-Darm-Untersuchung durchführen lassen möchten.

Hals (u.a. Kehlkopf, Stimmbänder)

Um diesen Bereich Ihres Körpers zu untersuchen, ist eine Untersuchung von innen, die von einem HNO-Arzt mit Hilfe des sogenannten Laryngoskop (einem dünnen, flexiblen Fiberskop) durchgeführt wird und eine der zuverlässigsten Untersuchungsmethoden ist, notwendig. Ein MRT ist in diesem Fall nicht geeignet. Prescan Clinics Deutschland GmbH bietet diese Untersuchung nicht an.

Schilddrüse

Um die Schilddrüse zu untersuchen, sind ein Szintigraphie, Ultraschall und/oder ein MRT des Halses am besten geeignet. Bei dem MRT des Gesamtkörper-Scans liegt der Fokus auf dem Bereich des Halses und der Halsschlagadern. Bei Beschwerden können weitere Bereiche in das MRT aufgenommen werden. Während des MRTs der Lungen wird die Schilddrüse nur oberflächlich betrachtet.

Blase, Prostata und Eierstöcke/Gebärmutter

Bei einem MRT oder Ultraschall können manchmal kleinere Tumore in der Blase, Prostata und im geringen Maße auch in der Gebärmutter und den Eierstöcken verborgen bleiben. Die MRT-Untersuchung des Beckens ist kein Ersatz für reguläre, präventive gynäkologische Untersuchungen (das Auslesen des Abstrichs). Im Rahmen der präventiven Untersuchung der Prostata ist eine zusätzliche Blutuntersuchung, mittels PSA-Bestimmung, zu empfehlen (diese PSA-Bestimmung gehört standardmäßig zu den umfangreicheren Blutuntersuchen, die Prescan Clinics Deutschland GmbH, anbietet).

Laboruntersuchung

Ein Scan gibt die Anatomie der Organe und Blutgefäße wieder, jedoch erhält man keine Informationen über die Qualität Ihres Blutes und der Funktionsweise Ihrer Organe, wie Leber, Nieren und Schilddrüse. Des Weiteren lassen sich aus dem Blut latente (verborgene) Risikofaktoren, die beispielsweise auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall deuten können, erschließen. Deshalb ist eine Laboruntersuchung eine essentielle Ergänzung zum Ganzkörper-Scan. Neben Blut wird auch Urin und Stuhl, u.a. zur Feststellung von Darmkrebs und Diabetes, untersucht.

Knochendichtemessung

1 von 3 Frauen und einer von sieben Männern über 55 haben Osteoporose. In Deutschland sind ca. 6.300.000 Menschen an Osteoporose erkrankt. Alle sechs Minuten bricht sich jemand in Deutschland einen Knochen als Folge von Osteoporose. Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird auf 885.000 geschätzt. Auch bei jüngeren Menschen kommt Osteoporose vor. Eine Behandlung in jungen Jahren kann später das Schlimmste verhindern (Osteopenie – Vorläufer der Osteoporose).

Dazu einige Fakten im Überblick:

  • 70% der Menschen mit Osteoporose wissen selbst nicht, dass sie daran erkrankt sind (sie sind nicht diagnostiziert).
  • 70% der Menschen mit einer diagnostizierten Osteoporose werden nicht adäquat mit Anti-Osteoporose-Medikamenten behandelt.
  • Untersuchungen zeigen, dass die Osteoporose in den meisten Fällen erst erkannt wird, wenn man sich etwas bricht!
  • Es gibt viele Maßnahmen. Jedoch müssen diese rechtzeitig getroffen werden. Bei richtiger Behandlung reduziert man das Risiko auf einen (erneuten) Bruch um 50%.

Osteopenie und Osteoporose sind, mittels Knochendichtemessung, messbar. Solch eine Messung wird bei Menschen mit Risikofaktoren durchgeführt. Somit spielen das Alter, Vererbung, die Einnahme von Medikamenten, das Geschlecht und vorherige Knochenbrüche eine Rolle. Bei Prescan Clinics Deutschland GmbH werden die Messungen mittels DXA oder (Q)CT durchgeführt. Manchmal ist es nicht möglich direkt ein (Q)CT oder DXA, beispielsweise wenn mehrere Risikofaktoren nicht vorhanden sind, durchzuführen. In diesem Fall kann man sich für eine Ultraschall-Untersuchung entscheiden. Diese Untersuchung ist weniger genau als die obengenannten Untersuchungen, arbeitet aber ohne Röntgenstrahlung. Sollte das Ergebnis positiv sein (man spricht dann von Osteopenie oder Osteoporose), wird zur Sicherheit noch ein DXA durchgeführt. Alle Untersuchungen finden unter der Beobachtung eines Arztes statt. Um die Qualität unserer Untersuchungen zu gewährleisten, raten wir Frauen ab 50 stets zu einer Knochendichtemessung als zusätzliche Untersuchung des Ganzkörper-Scans. Die Untersuchungskoordinatoren werden Sie über die Mehrkosten für die Knochendichtemessung informieren.

Lymphknoten

Vergrößerte Lymphknoten sind im Bauchraum, eventuell auch in den Lungen, gut zu erkennen. Die Art der Vergrößerung kann jedoch weniger gut festgestellt werden. Möglicherweise ist in diesen Fällen eine Punktion unumgänglich. Da die Vergrößerung der Lymphknoten viele Ursachen haben kann, können das Hodgkin-Lymphom und das Non-Hodgkin-Lymphom nicht eindeutig durch ein MRT diagnostiziert werden. Auch eine Laboruntersuchung (Blut) muss bei diesen Krankheiten nicht zwangsläufig Veränderungen aufweisen. Wir empfehlen deshalb immer bei einer Vergrößerung der Lymphknoten und typischen länger anhaltenden Beschwerden mit Ihrem Hausarzt Kontakt aufzunehmen und, wenn nötig, eine Biopsie der Lymphknoten zu veranlassen.

Sicherheit und Ergebnisse

In einigen Fällen kann es vorkommen, dass das Ergebnis keinen konkreten Aufschluss über die Diagnose gibt. In diesen Fällen kann man sich einer Folge-/Nachuntersuchung, wie beispielsweise den Kontroll-Scan nach mehreren Monaten, unterziehen. Trotzdem können wir, auch wenn Ihr Körper so gründlich wie möglich untersucht wurde, keine 100%ige Garantie über Ihre Gesundheit geben. Natürlich fühlen Sie sich nach einer Untersuchung sicherer als zuvor.
Gelegentlich kann es in einigen Fällen vorkommen, dass sich der Verdacht auf eine Erkrankung, nach zusätzlichen Untersuchungen, nicht bestätigt. Man spricht in diesen Fällen von „Falsch positiv“.

 

 

 

 

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